Wichtiges Abkommen in Ruanda

Erfolg für den Klimaschutz: Treibhausgasabkommen ist da

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An der Konferenz in Kigali hatte auch US-Außenminister John Kerry teilgenommen. „Es ist ein gewaltiger Schritt nach vorn“, sagte Kerry der BBC.

Kigali - Seit mehr als 20 Jahren müssen neue Kühlschränke in Deutschland FCKW-frei sein. Doch auch die Ersatzstoffe bedrohen das Klima. Im Kampf gegen die Erderwärmung gelingt in Ruanda ein wichtiger Erfolg.

Die Staatengemeinschaft hat sich bei einer Konferenz in Ruanda auf ein Folgeabkommen zum Verbot klimaschädlicher Treibhausgase geeinigt. Das teilte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) am Samstag in der Hauptstadt Kigali mit. Der Kompromiss sei der größte Erfolg seit dem Ende des Pariser Klimagipfels von Ende 2015. Ziel ist die schrittweise Abschaffung der in Kühlschränken und Klimaanlagen verwendeten Fluorkohlenwasserstoffe (FKW). Diese Chemikalien sind chlorfreie Ersatzstoffe der FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe).

An der Konferenz in Kigali hatte auch US-Außenminister John Kerry teilgenommen. „Es ist ein gewaltiger Schritt nach vorn“, sagte Kerry der BBC. „Damit erhalten wir die Möglichkeit, die Erderwärmung um ein halbes Grad Celsius zu verringern.“ Auch die Europäische Union (EU) sprach von einem wichtigen Erfolg. „Das ist ein großer Sieg für das Klima. Wir haben den ersten konkreten Schritt getan, um die Ankündigungen von Paris vom vergangenen Dezember zu erfüllen“, sagte Klimakommissar Miguel Arias Cañete nach EU-Angaben.

Schon zuvor hatten sich zahlreiche Staaten dafür eingesetzt, den Einsatz der für das Klima hochschädlichen Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) zu verringern. Ende Juli hatten Vertreter aus 25 Ländern in Wien in einer gemeinsamen Erklärung eine entsprechende Nachbesserung des Montrealer Protokolls verlangt. FKW seien als Treibhausgase 100- bis 1000-fach schlimmer als Kohlendioxid. Sie sind darüber hinaus extrem langlebig.

Zum Schutz der Ozonschicht hatten sich 1987 fast 200 Staaten im Montrealer Protokoll auf ein Verbot der massenhaft als Treibgase, Kühlmittel oder für Schaumstoffe verwendeten FCKW geeinigt. Seit 1995 dürfen in Deutschland keine Kühlschränke mit FCKW mehr hergestellt werden.

Seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass die FKW als Ersatzstoffe zwar die Ozonschicht nicht angreifen, aber massiv zur Klimaerwärmung beitragen. Im Gegensatz zu den übrigen Treibhausgasen kommen Fluorkohlenwasserstoffe in der Natur nicht vor.

dpa

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