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Der Fall Peggy und die NSU: Noch mehr Ungereimtes

Mehr als 15 Jahre haben die Ermittler nach Spuren im Fall der getöteten Peggy Knobloch gesucht, die 2001 im bayrischen Lichtenberg verschwand. Nun machen sie einen spektakulären Fund: DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt wurden am Fundort von Peggys Skelett festgestellt. Ein Kommentar von unserem Korrespondenten Hagen Strauß.

Der NSU-Komplex ist auch fünf Jahre nach seiner Enttarnung immer noch für bizarre Überraschungen gut. Zwischen dem selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrund und dem mysteriösen Fall der vor 15 Jahren verschwundenen Peggy gibt es nun offenbar eine Verbindung. Ein Paukenschlag ist das.

Aber wenn man sich die enthemmte Brutalität des Trios noch einmal in Erinnerung ruft, dann, so scheint es, ist nichts mehr auszuschließen. Jedenfalls ist jetzt wieder ein Teil mehr im großen NSU-Puzzle gefunden worden, das weiter zusammengesetzt werden muss. Beate Zschäpe, die einzige Überlebende des Terrortrios, könnte die fehlenden Bestandteile beisteuern. Macht sie aber nicht.

Deswegen muss man weiter auf die Arbeit der Ermittler hoffen. Was schwer genug fällt, wenn man bedenkt, wie viele Pannen und Versäumnisse es in den Jahren vor und nach der Aufdeckung des NSU gegeben hat. Der NSU-Komplex birgt noch immer zahlreiche Ungereimtheiten, die auf Klärung warten. Nun auch durch den Fall Peggy.

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