Kompromiss im Streit um Gasförderung

Starke Beschränkungen: Fracking in Sandstein darf bleiben

Berlin. Nach langem Streit ein Kompromiss der Regierungsfraktionen im Bundestag: Die umstrittene Erdgasfördertechnik Fracking wird in Deutschland stark beschränkt.

Verboten wird Fracking in höhergelegenen Lagerstätten, nicht aber in tiefen Sandsteinformationen, wie sie vorrangig in Niedersachsen, dem deutschen Erdgasland Nummer eins, angezapft werden. Dort soll es nach SPD-Angaben von gestern aber schärfere Umweltauflagen geben.

Die Technik, unter hohem Druck eine Mischung aus Wasser, Chemikalien und Quarzsand in Erdgaslagerstätten zu pumpen, so das Gestein aufzubrechen und Gas freizusetzen, wird in Niedersachsen schon Jahrzehnte genutzt. Bei Umweltschützern, Teilen der Politik und Anwohnern kam sie mit Plänen der Energiekonzerne in Verruf, nicht mehr nur im tiefen Sandstein, sondern auch in Schiefergasschichten darüber zu fracken – etwa in Nordhessen. Probebohrungen in diese Schichten sollen nur ausnahmsweise möglich sein. Hier wären nach dem jüngsten Kompromiss die Länder für grünes Licht zuständig.

Im Bundestag wird das Gesetz wohl am Freitag beschlossen. Mit Wiedervorlage 2021: Dann soll das Parlament sein Verbot überprüfen.

Die große Koalition war unter Druck geraten, nachdem Niedersachsens rot-grüne Landesregierung kürzlich angekündigt hatte, mit Blick auf stillliegende Förderpläne der Konzerne Fracking notfalls auf Länderebene zu regeln.

Rubriklistenbild: © dpa

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