Laut Grenzschutzagentur Frontex

Zahl der Flüchtlinge nach Griechenland um 90 Prozent gesunken

+
Flüchtlinge kommen auf der griechischen Insel Lesbos an.

Athen - Die Anzahl der Flüchtlinge, die von der Türkei aus über das Mittelmeer illegal nach Griechenland einreisen, ist im April um 90 Prozent zurückgegangen.

Das teilte die europäische Grenzschutzagentur Frontex am Freitag in Warschau mit. Im gesamten Monat April seien lediglich 2700 Menschen über das Meer illegal nach Griechenland gelangt. Im März waren es noch 26 971 gewesen. Im Januar waren 67 415 angekommen, im Februar 57.066.

Flüchtlingspakt zeigt Wirkung

Der starke Rückgang habe verschiedene Ursachen, teilte die Frontex mit. Dazu zähle der Flüchtlingspakt der Europäischen Union mit der Türkei, der am 20. März in Kraft trat: Dem Pakt zufolge können Flüchtlinge, die Griechenland illegal von der Türkei aus erreichen, grundsätzlich zurück in die Türkei geschickt werden. Zum anderen halte die Grenzschließung Mazedoniens und damit die faktische Schließung der Balkanroute nach Mittel- und Nordeuropa die Menschen von der gefährlichen Reise über das Meer ab.

Die Zahlen bleiben weiterhin niedrig: Von Donnerstag auf Freitag kamen nach Angaben des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise 118 Flüchtlinge und Migranten auf den griechischen Inseln an.

dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.