Berwerberzahl um 40 Prozent angenommen

Gewerkschaften beklagen Nachwuchsmangel bei der Polizei

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Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) schlägt vor, verstärkt Haupt- und Realschüler für den Polizeidienst anzuwerben.

Berlin - Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sorgt sich um ausreichend qualifizierten Nachwuchs. "Wir haben nicht nur eine sinkende Zahl an Bewerbern, sondern auch die Qualität der Bewerber nimmt ab", beklagte der BDK-Vorsitzende André Schulz in der "Heilbronner Stimme".

Zudem habe man eine hohe Zahl an Abbrechern in der Polizeiausbildung. Schulz kritisierte, dass die Polizei fast ausschließlich Abiturienten nehme, "selbst für den mittleren Dienst".

Der BDK-Vorsitzende schlug vor, verstärkt Haupt- und Realschüler für den Polizeidienst anzuwerben. Gerade im Streifendienst seien oftmals Fähigkeiten verstärkt gefragt, etwa bei der Kommunikation und der Konfliktlösung, "die ein älterer Haupt- oder Realschüler mit einem erlernten Beruf und mehr Lebenserfahrung vielleicht besser meistern würde als so mancher junger Abiturient, dem diese soziale Reife eventuell noch fehlt".

Bewerberzahlen "um etwa 40 Prozent" abgenommen

Nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) sind die Bewerberzahlen in manchen Ländern "gewaltig" eingebrochen. "Teilweise um etwa 40 Prozent", sagte ihr Vorsitzender Rainer Wendt derselben Zeitung. "Wenn wir den Qualitätsanspruch der Polizei erhalten wollen, müssten wir auf eine Stelle acht Bewerbungen erhalten." Doch sei diese Quote "nicht mehr zu halten."

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, sieht die Polizei im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern im Nachteil. Zwar gebe es sicherlich genügend für den Polizeidienst qualifizierte Bewerber. Es stelle sich jedoch die Frage, ob die Polizei momentan ein attraktiver Arbeitgeber sei. "Die Polizei kämpft häufig mit veralteter Technik, soll aber auf der anderer Seite fast jeden Tag noch höhere Ansprüche erfüllen", sagte er der "Heilbronner Stimme".

dpa

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