"Schlechtes Signal"

Grüne: Johnsons Ernennung belastet britische Beziehung zur EU

+
Boris Johnson.

Berlin/London - Die Ernennung des Brexit-Befürworters Boris Johnson zum Außenminister kann nach Ansicht der Grünen die britischen EU-Austrittsverhandlungen belasten.

Die Wahl „ist ein sehr schlechtes Signal für den Austrittsprozess und lässt Zweifel an den Fähigkeiten der neuen Premierministerin aufkommen“, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur. Parteichefin Simone Peter sagte der dpa, Johnson werde in Europa und darüber hinaus „sein launenhaftes Unwesen treiben“ - das sei „kein gutes Signal“ für die Zusammenarbeit der Europäer mit Großbritannien.

Der ehemalige Londoner Bürgermeister Johnson, der sich bisweilen wenig diplomatisch präsentiert, hatte sich für den Brexit stark gemacht und als Favorit für die Nachfolge des zurückgetretenen britischen Premierministers David Cameron gegolten. Überraschend hatte er sich doch nicht für den Posten beworben. Premierministerin und Parteichefin der Konservativen wurde Theresa May, die ihn am Mittwochabend zum Außenminister ernannte.

Damit habe May „den Bock zum Gärtner gemacht“, sagte Grünen-Chefin Peter. Johnson werde sowohl die Tory-Partei als auch die Briten weiter spalten.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.