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HNA-Kommentar zu den Wikileaks-Enthüllungen

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HNA-Politikredakteur Wolfgang Blieffert kommentiert die Wikileaks-Enthüllungen: Der eindeutige Verlierer der Affäre um die von Wikileaks veröffentlichten Dokumente steht bereits fest: die USA.

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Dass die Hightech-Nation Nummer eins nicht in der Lage war - und wahrscheinlich immer noch nicht ist -, vertrauliche, zum Teil geheime Dokumente vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen, ist kaum zu glauben.

Dass es niemandem auffiel, als sich Unbekannte über 250.000 Dokumente hermachten, ist keine Panne, sondern ein Desaster - mit weitreichenden Befürchtungen.

Man möchte sich nicht vorstellen, welche Unterlagen ebenfalls nur unzureichend geschützt sind. Schon jetzt ist klar, dass die geheimen Dokumente auf Krisenschauplätzen wie dem Nahen Osten eine verheerende Wirkung entfalten werden. Dass viele arabische Staaten dem Mullah-Regime im Iran nicht über den Weg trauen, war bekannt.

Doch dass an die USA offenbar der Wunsch nach Militärschlägen gegen Teherans Atomanlagen herangetragen wird, enthüllt eine neue gefährliche Dimension.

Insofern hat die Veröffentlichung auch eine positive Seite. Sie macht allen Beteiligten den Ernst der Lage klar, vor allem auch dem Iran. Schnelle Verhandlungen sind notwendig - anzubahnen notfalls per Kurier. bli@hna.de

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