Kommentar zur Abgas-Affäre: Gift für uns alle

Die Probleme mit Abgassystemen gehen weit über Volkswagen hinaus. Dazu ein Kommentar vom stellvertretenden HNA-Chefredakteur Jan Schlüter.

Lange Zeit sah es so aus, als würde sich in Sachen Abgasskandal in Deutschland im Gegensatz zu den USA nichts tun. Während in Nordamerika die Umweltbehörde Biss zeigt, gerierten sich deutsche Behörden wie zahnlose Tiger. Außer großspurigen Ankündigungen schien aus dem Hause von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nicht viel zu kommen.

Doch am Freitag veröffentlichte das Ministerium endlich die Ergebnisse seiner umfangreichen Abgasuntersuchungen. Nun kann Dobrindt zeigen, ob er vornehmlich der Schutzherr der deutschen Industrie oder auch ein Vorreiter von Verbraucherinteressen ist.

Die Ergebnisse waren vorhersehbar – und sie sind alarmierend. Längst nicht nur VW hat betrogen. Hunderttausende Diesel-Autos verschiedener Hersteller müssen jetzt zurück in die Werkstätten.

Dabei geht es nicht allein darum, dass den Autokäufern durch das Vorgaukeln falscher Abgaswerte ein finanzieller Nachteil entstanden ist. Viel schlimmer wiegt, dass durch den Einsatz entsprechender Software mehr Stickoxid-Abgase aus den Auspuffrohren geblasen wurden. Und die sind für uns Menschen pures Gift.

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