Kommentar zur Finanzierung des Atomausstieges: Teures altes Märchen

Zufall oder nicht – während am Mittwoch die Bundesregierung ihre Einigung mit der Autoindustrie über E-Auto-Kaufhilfen bekanntgab, präsentierte zeitgleich eine von der Regierung eingesetzte Expertenkommission ihre Vorschläge zur Finanzierung des Atomausstiegs. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Riek.

In beiden Fällen wird’s für Steuerzahler teuer. Bei dem, was als Atom-Entsorgungskonsens vorgelegt wurde, voraussichtlich richtig teuer. Das Risiko geht hier in die zig Milliarden, weil niemand weiß, wo, wie und wann der Strahlenschrott aus deutschen Atomkraftwerken dereinst endgelagert wird, was Zinsentwicklung und denkbare Pleiten von Ausstiegsrückstellungen übrig lassen.

Ein fairer Kompromiss? Was die Kommission den vier Atomstrom-Konzernen per Notoperation abgehandelt hat, kann bestenfalls zwei Dutzend Euro-Milliarden in den staatlichen Ausstiegsfonds holen. Jeder weiß, dass das für Zwischen- und Endlagerung nicht reicht, dass Generationen für das lang gepflegte Märchen vom billigen Atomstrom noch teuer bezahlen – wenn’s gut geht nur finanziell.

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