Kommentar zur Krise in Griechenland: Langer Widerstand

Lob für Griechenland - es ist lange her, dass sich europäische Finanzminster derart anerkennend über Athen geäußert haben. Dazu ein Kommentar von HNA-Korrespondent Detlef Drewes.

Es ist ein Korsett, in das die Euro-Finanzminister Griechenland zwängen wollen. Neben den Reformauflagen soll Athen sich schon präventiv zu weiteren Einschnitten verpflichten, falls die Wachstumsziele nicht erreicht werden. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, will einen Automatismus, den keine griechische Regierung stoppen kann.

Man hat aus dem verlorenen ersten Jahr unter dem Athener Premier Alexis Tsipras gelernt. Viel zu lange musste man sich mit seinem Widerstand gegen die Forderungen der Geldgeber herumschlagen, ehe er bereit war, das Land wieder in die Spur zu bringen. Inzwischen dürfte er begriffen haben, dass an der Linie Kredit gegen Reformen nicht gerüttelt wird.

Dabei geht es keineswegs nur um Einsparungen. Umbauten bei der Verwaltung sind nötig, um Investoren nicht zu verprellen. Die Privatisierung muss in Gang kommen. Und die Banken brauchen wieder Spielräume, um Kredite für die mittelständische Wirtschaft und kleinen Betriebe gewähren zu können. Denn nur dann wird es - wenn auch mit schmerzlichen Verzögerungen - wieder Jobs geben.

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