Kommentar zu strengeren Einreiseregeln: Hilfreich – mehr nicht

Nach dem Axt-Attentat suchen CSU-Mann Joachim Herrmann und andere Politiker händeringend nach Mitteln, wie die Gefahr solcher Angriffe reduziert werden kann. Dazu ein Kommentar von HNA-Korrespondent Hagen Strauß

Richtig ist: Die Identität der Menschen zu kennen, die nach Deutschland kommen, ist dringend notwendig. Das dient der Gefahrenabwehr.

Und richtig ist auch, was die Kritiker der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin sagen: Es sind zu viele Flüchtlinge eingereist, die nicht registriert worden sind.

Aber zu glauben, dass die Kenntnis der Identität allein ein sicheres Mittel zur Verhinderung von Attentaten ist, ist falsch. Sie kann hilfreich sein, mehr nicht.

Viele Personalanagaben können gefälscht sein. Die meisten islamistischen Anschläge sind von Menschen verübt worden, die bereits länger offiziell in Europa gelebt haben und nicht als Terroristen gekommen sind. Sondern sich aus Frust und Wahn erst hier radikalisiert haben. So scheint es auch bei dem Axt-Attentäter in dem Würzburger Regionalzug gewesen zu sein.

Dagegen hilft nur eine besondere Wachsamkeit der Sicherheitsbehörden und der Bürger selbst. Aber keine noch so dichte Grenze.

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