Kommentar zum Wechsel beim BND: Ein Neuanfang

Dass der BND einen Neuanfang braucht, hat nicht nur etwas mit vielen neuen Aufgaben zu tun. Ein Kommentar von HNA-Korrespondent Hagen Strauß.

Der Auslandsgeheimdienst ist durch die NSA-Affäre ins Zwielicht geraten, das Vertrauen in seine Arbeit ist seit geraumer Zeit politisch schwer erschüttert. Und das in einer Phase, in der er angesichts der Terrorgefahr dringender denn je benötigt wird. Darum geht es.

Auch der Zeitpunkt für die Ablösung von BND-Chef Gerhard Schindler überrascht nicht: Hätte Kanzleramtschef Peter Altmaier Schindler schon im vergangenen Jahr den Stuhl vor die Tür gesetzt, als die Opposition laut seinen Rauswurf forderte, hätte sich Altmaier erst Recht dem Vorwurf des Bauernopfers ausgesetzt. Die NSA-Affäre wäre zum damaligen Zeitpunkt zu einer noch größeren Belastung für die Bundesregierung geworden.

Der Neue muss es nun richten. Bruno Kahl gilt nicht gerade als Freund der Transparenz. Sie ist tatsächlich mit der Geheimdienstarbeit schwer zu vereinbaren, wird aber im Parlament und in der Bevölkerung erwartet.

Es wird für Kahl die zentrale Aufgabe sein, diesen Spagat zu leisten. Am besten schon bei der BND-Reform.

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