Kommentar zu Zuschüssen für E-Autos: Verschenkte Millionen

Wer E-Autos kauft, bekommt Zuschüsse von bis zu 4000 Euro. Damit soll der Anreiz erhöht werden. Ein Kommentar unseres Korrespondenten Werner Kolhoff.

Erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte soll ein Produkt, noch dazu ein Luxusprodukt, vom Staat direkt bezuschusst werden, weil es ein Ladenhüter ist. E-Autos überzeugen die Kunden bisher nicht.

Zwar steigt Deutschland so nur ein in einen weltweit schon laufenden E-Auto-Subventionswettbewerb, aber warum eigentlich? Die deutsche Autoindustrie setzt über 350 Milliarden Euro pro Jahr um und erwirtschaftet 30 Milliarden Euro Gewinn. Sie ist locker in der Lage, die 600 Millionen aufzubringen, die jetzt der Staat zuschießt. Besonders dann, wenn sie tatsächlich meint, das E-Auto sei ein Zukunftsprodukt. Dann macht man es eben am Anfang für die Kunden billiger, so wie bei jedem Marktstart.

Die 600 Millionen sind mitgenommen, ein Staatsgeschenk. Auch für die Käufer. In einer Vielzahl der Fälle wird davon der Zweitwagen für den Einkauf angeschafft werden - günstig, schick, und sooo ökologisch.

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