IS-Sprachrohr: Sprecher der Terrormiliz in Syrien getötet

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Während eines Militäreinsatzes in Syrien steigt die Rauchwolke einer Explosion auf. Foto: Sedat Suna/Symbolbild

Istanbul (dpa) - Der Sprecher der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Mohammed al-Adnani, ist in Nordsyrien getötet worden. Das teilte das IS-Sprachrohr Amak am Dienstagabend im Internet mit.

Unterdessen hält der Chef des für den Irak und Syrien zuständigen Zentralkommandos der US-Armee eine entscheidende Offensive auf die irakische Stadt Mossul noch in diesem Jahr für möglich. Es sei an der irakischen Regierung und der irakischen Armee, einen Zeitplan für die Rückeroberung der Metropole der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu entwerfen, sagte General Joseph Votel.

Ministerpräsident Haider al-Abadi habe die Absicht erklärt, bis Ende des Jahres "mit Mossul durch zu sein", sagte Votel. "Ich denke, sie sind auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen."

Er sicherte die enge Zusammenarbeit und Unterstützung der US-Streitkräfte zu. Derzeit stehen die Iraker noch deutlich vor der nordirakischen Großstadt, die vor allem für die Erdölproduktion große Bedeutung hat. Votel geht von harten Kämpfen aus. Er glaube, dass der IS Teile der Stadt freiwillig preisgeben, andere aber zäh verteidigen wolle.

In der libyschen IS-Hochburg Sirte bereiten sich Milizen auf die Erstürmung der letzten Bastion der Terrormiliz in dem Bürgerkriegsland vor. Nach der Einnahme des vorletzten Stadtteils unter Kontrolle des Islamischen Staates liefen die Vorbereitungen für einen Angriff auf den "Bezirk 3" Sirtes, teilte die Militärführung am Dienstag mit. Dabei handelt es sich um eine dicht besiedelte Wohngegend im westlichen Teil der Innenstadt.

Noch sei allerdings unklar, wann die womöglich letzte Offensive auf die eingekesselten Dschihadisten beginnen werde, auch weil die Krankenhäuser der Region durch die verlustreichen Kämpfe der vergangenen Tage voll seien.

Seit Sonntag hatten heftige Gefechte und mindestens ein Dutzend Autobomben - die vermutlich von Selbstmordattentätern gezündet wurden - 48 Anti-IS-Kämpfer getötet und mehr als 200 verletzt. Angaben über tote Extremisten machte der Führungsstab in der Stadt Misrata nicht. Nach der Eroberung des "Bezirk 1" am Montag suchten Bomben- Entschärfer das Gebiet am Dienstag nach möglichen Sprengfallen der Dschihadisten ab.

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