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Islam-Theologie: Interesse wächst

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Johanna Wanka
Johanna Wanka

Wiesbaden / Osnabrück. Mit Blick auf die mehr als vier Millionen Muslime in Deutschland will der Bund die Islamische Theologie an fünf Hochschulstandorten weiter fördern.

2011/2012 wurden die Zentren an den Universitäten Osnabrück, Frankfurt, Tübingen, Münster und Erlangen-Nürnberg gegründet. Mit knapp 20 Millionen Euro hat der Bund seither unterstützt, was Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) jetzte eine Erfolgsgeschichte nennt: „Leistung der Zentren und ihre Expertise sind gut. Es gibt einen interessanten wissenschaftlichen Austausch, die Zentren finden national wie international viel Beachtung.“

Der Wissenschaftsrat hatte 2010 empfohlen, Islamische Theologie in Deutschland zu etablieren und dies durch den Bund zu flankieren. Das sei nicht einfach gewesen, so Wanka. „Alle Standorte brauchten gleichzeitig Professoren. Es gab ja keine Leute mit Studienabschlüssen in Islamischer Theologie in Deutschland, weil das Fach bisher noch nicht existierte.“

2013 hatte Bundespräsident Joachim Gauck die Verankerung der Islamischen Theologie an deutschen Hochschulen ein wichtiges Kapitel der Gegenwartsgeschichte genannt.

Von vornherein war geplant, Studierende für das Lehramt auszubilden, es gehe nun aber auch beispielsweise um Themen wie professionelle islamische Seelsorge, sagte die Ministerin. Das Interesse an Islamischer Theologie wachse: „Im Wintersemester 2015/16 sind es rund 1800 Studierende, etwa 300 mehr als ein Jahr zuvor“, so Wanka. Bei der Förderung der jetzigen Standorte solle es bleiben. (dpa)

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