Regionaler Überblick

Kälteeinbruch überrascht Asylsuchende in Zeltunterkünften

Der plötzliche Wintereinbruch hat die Lage in den Zeltunterkünften für Flüchtlinge verschärft. In Calden sollen jetzt Container Abhilfe schaffen. In Nordhessen gibt es drei Zeltstädte für Asylsuchende. Ein Überblick über die Situation.

Bundesweit sind 42.000 Flüchtlinge in Zeltunterkünften untergebracht. Den Bundesländern gelingt es dabei nicht gleichermaßen, feste Unterkünfte bereitzustellen. In Nordhessen gibt es mit Kassel-Calden, Schwarzenborn und Hessisch Lichtenau drei Zeltstädte für Asylsuchende. In Südniedersachen leben in Friedland derzeit 250 Menschen in Zelten.

Probleme in Hessen

Wie die Zeitung „Die Welt“ schreibt, ist Hessen das Bundesland, das im Verhältnis zur Gesamtzahl der Flüchtlinge am meisten Schutzsuchende in Zelten unterbringt. Mehr als ein Drittel - insgesamt 6900 von 18 000 Flüchtlingen - leben dort in Zelten. Vergangene Woche hatte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erklärt, dass bis zum kalendarischen Winteranfang am 21. Dezember alle Menschen in festen Unterkünften untergebracht werden sollen.

Niedersachsen vor Hessen

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In Niedersachsen gelingt die Unterbringung in festen Unterkünften nach Angaben der Welt dagegen besser. 3000 von insgesamt 21 400 Flüchtlingen sind in Zelten untergebracht. Die Zahlen variieren allerdings. Das niedersächsische Innenministerium spricht derzeit von 4000 Personen. Im Winter sollen laut Innenministerium keine Zelte mehr zur Unterbringung genutzt werden. Das Ziel: Bis Ende Oktober alle Zelte winterfest zu machen beziehungsweise durch feste Unterkünfte oder Schnellbauhütten zu ersetzen.

Die Lage vor Ort: Calden

In der Zeltstadt Calden lebten - Stand gestern - 1280 Menschen. Dort sollen heute die ersten winterfesten Container ankommen, in denen Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Auch die Zelte seien beheizt, sagt das Regierungspräsidium Kassel (RP). Einige Heizanlagen waren gestern zeitweise ausgefallen.

Schwarzenborn

Alle knapp 384 Flüchtlinge aus der Zeltstadt Schwarzenborn (Schwalm-Eder-Kreis) sollen heute in den ehemaligen Hornbach-Baumarkt in Lohfelden umziehen. Das teilt das RP mit. Schwarzenborn werde für den Winter definitiv geschlossen.

Hessisch Lichtenau

In der Zeltstadt Hessisch Lichtenau im Werra-Meißner-Kreis leben 470 Menschen. Zwischenzeitlich lagen dort gestern fünf Zentimeter Schnee. Die Heizungen würden funktionieren, teilte das RP gestern mit. In den Zelten seien es zwischen 20 und 30 Grad in den Zelten.

Friedland

Im Grenzdurchgangslager Friedland sind nach Angaben des Innenministeriums 250 Menschen in beheizbaren Zelten untergebracht. Das Lager ist für etwa 700 Bewohner ausgelegt, derzeit leben dort aber 3000 Menschen.

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