Kommentar zu Abgastricks: Grobes Kaliber gegen Minister Dobrindt

Die Deutsche Umwelthilfe glich Wetterdaten mit Originalprüfprotokollen von Mercedes und Opel ab - mit merkwürdigen Ergebnissen. Dazu ein Kommentar unseres Nachrichtenredakteurs Wolfgang Riek.

Ein Verkehrsministerium, das uns für dumm verkauft? Rechtliche Bewertungen zu Abgasvorschriften, die sich auf dem Niveau einer durchgefallenen Studentenarbeit bewegen? Die Deutsche Umwelthilfe geht in Sachen Abgasbetrug längst mit grobem Kaliber gegen den zögerlichen Chefaufklärer Alexander Dobrindt vor.

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Verdenken kann man es den DUH-Leuten nicht: Sie waren es schließlich, die seit Jahren Diesel-Abgaswerte auf dem Genehmigungspapier brandmarkten, die mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun haben. Sie waren es, die frühzeitig in Schweizer Labors durch eigene Messungen belegen ließen, dass Abgasreinigungssysteme ihren Namen weithin nur auf Rollenprüfständen verdienen oder wenn draußen die Sonne scheint.

Vieles ließ das Ministerium lieber liegen – jetzt kommt der Amtschef, der der Autobranche möglichst wenig wehtun will, schlechten Schlagzeilen und drängenden Fragen kaum hinterher: Ist der VW-Rückruffahrplan auch nur ansatzweise zu halten? Stickoxid-Reinigungssysteme, die im Winter so nutzlos sind wie Sommerreifen? Die Ahnung, dass auch CO2 wieder für hässliche Meldungen sorgt? Dobrindt hat noch viel zu erklären. 

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