Kommentar zum Airport Hahn: Der alte Schlendrian

Wolfgang Riek über den Stopp des Verkaufs nachn China.

Um Einnahmen für die Landeskasse ging es bei diesem Deal längst nicht mehr - höchstens darum, einen Millionen-Minusmacher loszuwerden, der einst als Hoffnungsprojekt im strukturschwachen Hunsrück an den Start ging.

Weg mit der Piste, egal wie: Die Flucht nach vorn scheint der Mainzer SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihrem Innenminister Roger Lewentz den Blick total vernebelt zu haben. Die Investoren aus China, deren erster öffentlicher Auftritt auf dem Hahn höchstens kurios wirkte, entpuppen sich Stück für Stück als Herren aus dem Reich der Luftnummern. Lewentz steht nun im Feuer. Und Dreyer, die dem Mainz-Schanghai-Handel lange nur zugesehen hat, muss sogar um ihre Koalition aus SPD, Grünen und FDP bangen. Die Liberalen gehen schon auf Distanz, auch der andere Juniorpartner dürften keine Lust haben, sich für die Rückkehr der Mainzer SPD zu altem Schlendrian mitverhaften zu lassen. Dreyer, gelernte Juristin, war gewarnt: Der unsägliche Nürburgring-Deal ihres Vorgängers Kurt Beck schwelt immer noch. Er soll 500 Mio. Euro aus Steuern gekostet haben. Der Ring ist übrigens inzwischen russisch.

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