Kommentar zur Bedrohung des Ökosystems Nordsee: Kaum zu stoppen

DasWattenmeer verändert sich durch invasive Tier- und Pflanzenarten. Das hat auch Auswirkungen auf den Menschen. Ein Kommentar von HNA-Politikredakteur Peter Klebe.

Es ist ein bisschen wie im Science-Fiction-Film: Algen aus entfernten Regionen der Welt setzen sich im einmaligen Naturraum Nordsee ab. Sie bilden kleine Wälder im Wattenmeer, verdrängen heimische Arten, breiten sich mehr und mehr aus. Lautlos, aber stetig. Das ist keine Vision fürs Kino, das ist bittere Realität im Jahr 2016. Eine Studie renommierter Wissenschaftler benennt konkrete Gefahren für Mensch und Umwelt.

Das Schlimme daran: Die Entwicklung lässt sich kaum stoppen. Global agierende Unternehmen mit ihrem internationalen Warenverkehr kümmert es wenig, dass fremde Pflanzen- und Algenarten über ihre Schiffe in Gebiete gelangen, in die sie nicht gehören. Eine bereits vor zehn Jahren beschlossene internationale Verordnung, die dafür sorgen soll, dass Ballastwasser von Schiffen nicht einfach ins Meer gekippt wird, ist noch immer nicht in Kraft getreten. Das spricht Bände.

Natürlich hat die Welt größere Probleme als die Belastung von Ökosystemen. Es besteht auch kein Grund zu Panik. Aber auch keinen, die Hände in den Schoß zu legen. Heute macht uns „nur“ die weltweite Ausbreitung von Algen und Pflanzen Sorgen. Wenn es eines Tages Viren oder Bakterien sind, die ansteckende Krankheiten bringen, sieht es anders aus. Hoffen wir, dass das nicht eintritt.

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