Kommentar zum Erdgas-Fracking: An der Kandare

Jahrelang eine Hängepartie, jetzt eine Lösung, die als politischer Kompromiss erst mal keiner Seite wehtut. Selbst die grüne Opposition im Bundestag garniert ihr „Ja, aber“ mit dem Zugeständnis, dass SPD und Union einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben.

Rot-Grün im Erdgasland Niedersachsen hat im Verein mit der Förderindustrie Druck gemacht und die Einigung erzwungen. Hinter vorgehaltener Hand dürfte mancher Abgeordnete sich dafür bedanken. Die Gräben in Sachen Fracking gehen kreuz und quer durch die Koalitionsfraktionen. Rechtzeitig vor dem Wahljahr 2017 ist wenigstens dieses Problem abgeräumt.

Aus der grundsätzlichen Genehmigung erster Entwürfe mit vielen Einschränkungen ist ein Schiefergas-Frackingverbot mit kleinen Hintertüren geworden. Nach einem Boom wie in den USA sah es sowieso nie aus. Das „alte“ Fracking in Sandsteinschichten kommt schärfer an die Kandare von Trinkwasserschutz und Bürgerbeteiligung. Gut so und überfällig. Unter verschärfter Beobachtung stehen Erdgasförderer ohnehin: wegen regelmäßiger Erdbeben und unerklärt hoher Krebsraten. 

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Umstrittenes Fracking: Hier erlaubt, dort tabu

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