Kommentar zum Familiengeld: Der Berg wächst

Wie bekommen Eltern die Betreuung ihrer Kinder und den Job unter einen Hut? Der Familienministerin schwebt ein zusätzlicher Zuschuss als Unterstützung vor. Dazu ein Kommentar von Hagen Strauß.

Es mangelt nicht an familienpolitischen Leistungen. Rechnet man alle zusammen, kommt man auf 150 im Gesamtwert von 200 Milliarden Euro.

Elterngeld, Kindergeld, Bafög, Freibeträge, um nur einige zu nennen. Statt wie mal geplant, den Leistungsdschungel zu durchforsten, soll nach dem Willen von Familienministerin Manuela Schwesig noch eine Leistung dazukommen – der Berg wächst.

Richtig ist: Eltern sind gezwungen, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Meist bedeutet ein Ja zum Kind, dass ein Partner den Job einschränkt oder aufgibt. Oft sind es die Frauen. Um dem entgegenzuwirken, hat der Bund Milliarden in den Kitaausbau gesteckt, das Elterngeld eingeführt und es um Elterngeldplus ergänzt, sodass Vater und Mutter zusätzliche Leistungen erhalten, wenn sie sich die Betreuung teilen.

Schon vergessen? Offenkundig. Denn die Familienarbeitszeit mit 300 Euro pro Kind soll dazu kommen. Der Vorschlag klingt gut. Unter dem Strich entsteht aber ein zusätzliches Regelwerk, unter dem die Wirtschaft stöhnen dürfte. Viele Unternehmen bieten schon längst Modelle an, wie Mitarbeiter Kinder und Job unter einen Hut bringen können. Schwesig hat den Wahlkampf eröffnet. Darum geht es. Nicht nur, aber vor allem.

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