Kommentar zu Fan-Anleihen im Fußball: Emotionale Rendite

Wenn im Profifußball das Geld knapp wird, pumpen viele Vereine ihre Fans an. Das ist nicht unproblematisch. Ein Kommentar von Nachrichtenredakteurin Martina Hummel.

Fünf Prozent Rendite in Niedrigzinszeiten? Fußball und hohe Zinsen, das klingt nach perfekter Allianz. Doch so einfach ist es nicht. Mit den Anleihen borgen sich die Fußballclubs Geld bei ihren Fans. Würden sie mit ihren Kreditwünschen bei einer Bank vorsprechen, müssten sie höhere Zinsen dafür zahlen. Denn das Risiko auf dem Rasen ist nicht ohne.

Jeder Fußballzuschauer kennt das: Ein Spieler wird für Millionen verpflichtet, verletzt sich oder erweist sich in der neuen Mannschaft als Flop. Ein nicht gegebener Elfmeter oder eine fragwürdige Abseitsentscheidung kann die Saison eines Vereins maßgeblich beeinflussen. Zu guter Letzt spielt bei jedem Spiel auch noch das Glück mit.

Zwar sind viele Vereine auf den sportlichen Erfolg konzentriert, machen sich aber oft zu wenig Gedanken um den Gewinn im Portemonnaie. Ein Mittelständler ist für einen Banker da viel leichter einzuschätzen.

Daher sind Fußballanleihen eher Papiere, die Wohnzimmerwände zieren. Denn für wahre Fans zählen noch andere Werte - etwa die emotionale Rendite und dieses Gefühl, mit dem eigenen Anteil am Wohl und Wehe des Clubs beteiligt zu sein.

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