HNA Meinung

Kommentar zu Intoleranz in Flüchtlingsheimen: Gastrecht missbraucht

In zahlreichen Ländern werden auch heute noch Christen unterdrückt, können ihren Glauben nicht ausleben und fürchten gar um ihr Leben - auch in deutschen Flüchtlingsheimen. Ein Kommentar dazu vom HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

Wer religiös motivierte Intoleranz in Flüchtlingsheimen kritisiert, kritisiert nach allem, was wir wissen, in erster Linie intolerante Muslime. Ihre Opfer sind im Prinzip alle anderen: oft Christen, gerade aber auch Muslime, die das nicht mehr sein wollen. Die Opfer der Intoleranten sind auch Jesiden, es sind Homosexuelle - und - weltweit übrigens am meisten - andere Muslime, Schiiten, Sunniten, je nachdem, wer gerade von seinem Glauben, seiner Herkunft und seiner Art wem nicht passt.

Dass solch rückständige, widerwärtige Gewalt mit manchen Zuwanderern auch nach Deutschland kommt, verstört. Denn hierzulande gilt ein möglichst gewaltfreier Interessenausgleich in allen Bereichen als selbstverständlich. Nur: Das ist er nicht. Demokratische und menschliche Werte müssen immer wieder neu erklärt, behauptet und gegebenenfalls auch verteidigt werden. Das ist anstrengend, zweifellos.

Für die Missetäter unter den Neuankömmlingen sollte dies aber zwingend zu einer klaren Ansage führen: Wer sein Gastrecht missbraucht, verwirkt es. Null Toleranz mit der Intoleranz - das muss aus gegebenem Anlass die Antwort des politischen und rechtlichen Handelns sein. Gerade auch im Interesse all jener Muslime und anderen Zuwanderer, deren schwieriger Neuanfang durch religiös motivierte Intoleranz nur noch schwieriger wird.

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