Kommentar zu Gauland: Hauptsache schäbig

Mit seinen Äußerungen über Jérôme Boateng hat sich AfD-Vize Alexander Gauland einmal mehr disqualifiziert, kommentiert HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Man sollte sich hin und wieder daran erinnern, was AfD heißt: Alternative für Deutschland. Wie bitte? Eine Partei, deren Vize-Vorsitzender Lieblinge der Deutschen verunglimpft, kann wohl kaum eine Alternative sein. Dann auch noch wie Alexander Gauland so zu tun, als gebe er nur Volkes Meinung wieder, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Welterklärer à la Gauland braucht Deutschland bestimmt nicht.

Erst zündeln, dann löschen – das hat bei dieser Partei längst Methode. Darüberhinaus zeigen die unterschiedlichen Versionen, die Gauland und die AfD-Vorsitzende Petry über den Fall Boateng verbreiten, dass es bei der AfD alles andere als rund läuft. Statt um Inhalte geht es um den Wettbewerb der Schäbigkeiten.

Diesmal allerdings könnte sich Gauland, der mal als kluger Publizist galt, verrannt haben beim Versuch, die Unzufriedenen zu ködern und sich als deren Sprachrohr zu gerieren. „Jerome Boateng hat bisher 57 mal für die Nationalmannschaft gespielt. Damit hat er 57 mal mehr für Deutschland getan als die AfD“, sagte der frühere Bunderliga-Profi Hans Sarpei. Recht hat er. 

Lesen Sie dazu:

Gauland verteidigt Boateng-Satz - Petry entschuldigt sich

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.