Kommentar zu Glyphosat: Restrisiko bleibt

Der Streit um die Gefahren durch Glyphosat verunsichert die Verbraucher. Dazu ein Kommentar von HNA-Korrespondent Hagen Strauß.

Die Bewertung des Pflanzengifts Glyphosat hat etwas von dem beliebten Teenager-Spielchen „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht“. Die einen Experten sagen, es sei „unwahrscheinlich“, dass Glyphosat Krebs verursacht, die anderen behaupten, es sei „wahrscheinlich“. Ja, was denn nun? Als Verbraucher kann man nur den Kopf schütteln über so viel wissenschaftliche Weisheit.

Das geht freilich schon seit Jahren so. Kein Wunder. Weltweit gehört Glyphosat zu den am meisten verkauften Unkrautvernichtern. Die Wichtigkeit des Pflanzengifts insbesondere für die Landwirtschaft darf also nicht unterschätzt werden.

Doch Masse und Bedeutung sind kein Argument, wenn gesundheitliche Gefahren nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Es besteht ein Restrisiko für den Menschen, und weil das so ist, müssen sich wirtschaftliche Interessen unterordnen. Das heißt: Im Zweifel Nein zu Glyphosat - und Ja zu einer Debatte darüber, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen soll. Denn das ist der Kern, der sich hinter dem Streit um den Unkrautvernichter verbirgt.

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