Kommentar zu Grün-Schwarz: Strobl muss jetzt liefern

In Baden-Württemberg ist die CDU Juniorpartner. Thomas Strobl muss dafür sorgen, dass sie in der Koalition mit den Grünen nicht untergeht. Ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl. 

Guido Wolf – war da nicht mal einer? Genau, der Mann war Spitzenkandidat der CDU im Ländle. Doch irgendwie scheint es sich um einen Irrtum der Geschichte gehandelt zu haben. Der neue starke Mann in der Südwest-CDU ist der, den die Mitglieder seinerzeit bei der Kandidatenkür nicht haben wollten: Thomas Strobl, 56, zurzeit noch stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Er wird Vize-Ministerpräsident und muss nun zeigen, dass er die CDU als Juniorpartner erfolgreicher verkaufen wird als der glücklose Nils Schmidt seine bei der Wahl am 13. März abgestraften Sozialdemokraten.

Die Vermutung, Grüne und CDU passten nicht zusammen, ist ohnehin schon widerlegt. In Hessen arbeitet die schwarz-grüne Koalition geräuschlos, man lässt sich gegenseitigen Spielraum, was die Oppositionsarbeit erschwert.

Und doch ist Baden-Württemberg ein anderes, weil strukturkonservatives Land. Ein Land, in dem die ehemalige Mehrheitspartei plötzlich der Junior ist. Das nagt am Selbstbewusstsein. Strobl muss nun beweisen, dass er wirklich der Richtige ist. 

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