Kommentar zu Hetze im Netz: Straftat ist Straftat

Flüchtlingscontainer brennen und schon jubeln die Ersten im Netz. Dass man sich damit strafbar machen kann, scheint die meisten Hasspost-Kommentatoren nicht zu interessieren. Ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl.

Das Internet ist schuld, so was hat es früher nicht gegeben. Behaupten jedenfalls viele. Aber natürlich hat es auch vor der Erfindung des weltweiten Netzes schon Pöbeleien gegeben und Menschen, die anderen Tod und Teufel an den Hals gewünscht haben.

Was sich verändert hat, ist die Form der Öffentlichkeit, die dreisten Pöblern und politischen Extremisten jetzt zur Verfügung steht. Und die Möglichkeit, sich auszutoben jenseits gesellschaftlicher Normen, zu denen Altmodische auch die Rechtschreibung zählen. In die Tastatur hauen und Return drücken – die soziale Kontrolle eines halbwegs überschaubaren Umfeldes ist in den Weiten des Internets kein Thema.

Das Netz ist frei. So anonym, wie mancher meint, ist es allerdings nicht. Natürlich kann die Polizei die Verfasser ermitteln, wenn Strafbares gepostet wird. Viele derer, die derzeit glauben, sie müssten zum Beispiel an den Flüchtlingen ihr Mütchen kühlen, scheinen das nicht zu wissen – oder der kurzfristige Kick bis zur Löschung durch andere ist ihnen genug. Nicht zu ändern? Doch. Straftat bleibt Straftat, egal wo. 

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