Kommentar zu illegalen Autorennen: Nur harte Strafen helfen

Hessen und NRW wollen mit einer Bundesratsinitiative dafür sorgen, dass Teilnehmer an illegalen Autorennen mehrere Jahre in Haft müssen. Ein Kommentar von Peter Klebe.

Sie brettern mit hohem Tempo durch die Innenstädte, wollen vor anderen prahlen, überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten: Wer sich an illegalen Autorennen beteiligt, ist nicht nur charakterschwach und jenseits jeglicher Moral, er nimmt auch den Tod unschuldiger Menschen billigend in Kauf. Viele junge Leute müssen wegen der Fehler Einzelner sterben, Angehörige leiden darunter oft ihr Leben lang.

Deshalb ist der Vorstoß aus Hessen und NRW, die Teilnahme an illegalen Autorennen mit mehreren Jahren Haft zu bestrafen, richtig und überfällig. Zusätzlich sollte ein langes Fahrverbot erwogen werden. Bei solchen Leuten helfen keine Appelle an die Vernunft, hier ist die Härte des Gesetzes auch zur Abschreckung gefragt. Die bisherige Regelung, nach der die Rennen als Ordnungswidrigkeiten eingestuft werden, ist ein schlechter Witz. Es sind Straftaten.

Auch für Polizisten, Feuerwehrmänner, Notärzte und Sanitäter, die zu schwersten Unfällen durch illegale Raserei gerufen werden, muss es unerträglich sein zu wissen, dass die Teilnehmer bislang meist eher milde davonkommen.

Übrigens: Auch deutlich überhöhte Geschwindigkeit und riskantes Überholen auf Landstraßen im normalen Alltag sind alles andere als Kavaliersdelikte. Deshalb müssen auch hier die Geldbußen erhöht und die Schwellen zum Fahrverbot gesenkt werden.

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