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Kommentar zur Missachtung des Handy-Verbots am Steuer

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Von: Wolfgang Riek

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Dass am Steuer das Handy verboten ist, wird massenhaft ignoriert: Fast 400.000 Autofahrer sind 2014 mit dem Handy am Steuer erwischt worden. Wolfgang Riek über Telefon-am-Ohr-Fahrer und reisende SMS-Tipper

Einmal online, immer online - daheim und draußen, im Büro, im Café, bei Tempo 180 auf der Autobahn: Fremde Handytelefonate mitanzuhören, ist selten lustig, meist lästig. Zu wissen, dass massenhaft Autofahrer unterwegs sind, die links lenken und rechts tippen, wischen, fummeln, checken und per Smartphone rasch noch das Garagentor hinter sich runterlassen, das ist gruselig.

Beängstigend für alle, denen Handy-am-Ohr-Fahrer entgegenkommen,

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Handyverbot am Steuer wird massenhaft ignoriert

und auch für viele, die beruflich mit Verkehrsunfällen zu tun haben: Man ahnt, dass hier eine Risikoblase wächst. Man weiß zugleich, dass Verbote, die das verhindern sollen, lächerlich wirken, solange sie massenhaft ignoriert werden.

Höheres Bußgeld? Klingt nach Politikerforderung kurz vor der Wahl. Polizei und Unfallforscher müssen aus Ahnungen zu Gefahren, die Onliner am Steuer heraufbeschwören, harte Beweise machen können. Dann sollten Nebenher-Simser und -Surfer zur Not denselben Weg gehen wie Bier- und Weintrinker in den 1950er/60er-Jahren: Damals galoppierten die Unfallzahlen. Als eine Abhilfe von anderen wurde Trunkenheit am Steuer aus dem Bereich der Kavaliersdelikte geholt, per Führerschein-Entzug geahndet und mit Haft im Strafrecht verankert.

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