Kommentar zur Rente: Politik für die Jungen machen

Wenn die Politik etwas für die Rente tun will, muss sie schon bei den Lebens- und Arbeitsbedingungen der jungen anfangen, meint HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Den heutigen Rentnern sei die ungewohnt kräftige Rentenerhöhung gegönnt. Das heißt aber nicht, dass bei der Rente alles gut läuft. Im Gegenteil: Die Stimmen, die eine längere Lebensarbeitszeit fordern, werden lauter. Und auf den ersten Blick klingt es auch logisch - die Menschen werden immer älter, beziehen also immer länger Rente, während nachwachsende Beitragszahler eher Mangelware sind. Diese Rechnung kann nicht aufgehen. Doch Tatsache ist auch, dass das durchschnittliche Renteneintrittsalter trotz Rente mit 67 erst bei 64 Jahren liegt. Längere Lebensarbeitszeit bewirkt also vor allem, dass Arbeitnehmer Abschläge in Kauf nehmen müssen, wenn sie nicht so lange arbeiten können.

Nur an den Stellschrauben der Rente herumzudrehen, über Beiträge und Niveau zu debattieren, reicht daher bei Weitem nicht. Der Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Gesundheit ist erwiesen. Und länger arbeiten kann nur, wer gesund ist. Politiker, die etwas für die Rente tun wollen, sollten daher im Wahlkampf nicht wie bei der Rente mit 63 oder der Mütterrente, nur auf diejenigen - Wähler - schielen, die über kurz oder lang in Rente gehen. Sondern auch die Jungen im Auge haben, für die Bildung, Gesundheit und sichere Beschäftigung die beste Voraussetzung dafür sind, für ihr Alter vorsorgen und auch länger als heute arbeiten zu können.

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