Kommentar zu TTIP: Eine Zumutung? Gut so.

TTIP ist eine Zumutung. Und das ist auch gut so. Ein Kommentar über das Freihandelsabkommen von HNA-Korrespondent Detlef Drewes.

TTIP ist eine Zumutung. Und das ist auch gut so. Denn wenn ein Freihandelsabkommen nicht wenigstens die Welt zwischen Europa und den USA verändern würde, bräuchten wir es nicht.

Schließlich besteht eine der Triebfedern, welche die beiden ungleichen Partner an einen Tisch gebracht haben, in dem Wissen, dass man gemeinsam Standards setzen muss, will man nicht am Ende auf dem Weltmarkt von Ländern mit niedrigeren Vorgaben für Produkte und Lebensmittel überrollt werden. Die Kritiker haben Recht: Es wäre banal, die Erfolge von TTIP auf die gleiche Farbe von Blinkern an Autos zu beschränken. Amerikaner und Europäer müssen um ihrer Bürger willen nicht nur einen guten, sondern den besten Weg finden, um Verbraucher- und Umwelt-Schutzstandards zu entwickeln.

Vorsorgen oder Risiken eingehen? Es ist nicht unanständig, wenn zwei Seiten mit unterschiedlichen Positionen in Verhandlungen gehen. Genau das dokumentieren die jetzt veröffentlichten Papiere, die nicht das Zeug für einen Skandal haben. Es sei denn, man dreht die Frage weiter und fragt, wer gerade jetzt, wo die Verhandlungen konkret werden, ein Interesse daran haben könnte, die öffentliche Diskussion für seine Zwecke zu instrumentalisieren.

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