Monsanto steht für gentechnisch verändertes Saatgut

Kommentar zur Übernahme von Monsanto: Giftpille im Fieberwahn

Die Milliardenübernahme des US-Biotechnologiekonzerns Monsanto durch Bayer ist perfekt. Ein Kommentar dazu von Jan Schlüter. 

Als wäre es ein begehrter Fußballspieler: Geld spielte bei der angepeilten Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer kaum eine Rolle. Die Manager des Leverkusener Großunternehmens wollten partout Monsanto schlucken – und sie sind kurz vor ihrem Ziel. Nur Kartellwächter könnten sie noch stoppen. 

Auch wenn Bayer betont, es gehe um die Ernährung der um Milliarden Menschen wachsenden Weltbevölkerung, sind doch wohl weniger karitative Argumente ausschlaggebend. Die gesamte Branche der Chemie- und Agrarindustrie leidet akut an globalem Fusionsfieber. So etwas wirkt stark ansteckend. Da will Bayer auf der Weltkarte der Großen nicht als Knirps enden.

Folglich ist Bayer bereit, eine der – zumindest in Deutschland – unbeliebtesten Firmen zu schlucken: Monsanto steht für gentechnisch verändertes Saatgut, ebenso für den umstrittenen Unkrautvertilger Glyphosat. 

Lesen Sie dazu:

Der Megadeal ist perfekt: Bayer kauft Monsanto

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