Der Kurbezirk bleibt grün

Ortsbeiratswahl: SPD holt im Forstfeld 67,3 Prozent – CDU nur am Brasselsberg vorn

Kassel. Bei den Wahlen zu den Ortsbeiräten ist die AfD nicht angetreten. Deshalb sind im Gegensatz zur Stadtverordnetenversammlung nicht ganz so große Verschiebungen zu verzeichnen.

Trotzdem gibt es einige Auffälligkeiten. So holen die Grünen ab dem Wesertor und der Unterneustadt Richtung Westen gute bis sehr gute Ergebnisse. Die SPD hat unter anderem im Kasseler Osten gepunktet. Für die CDU reicht es nur am Brasselsberg für die Mehrheit. Hier hat auch die FDP ihr bestes Ergebnis.

Vor fünf Jahren sorgte Bad Wilhelmshöhe bei den Wahlen zum Ortsbeirat für eine der größten Überraschungen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung gingen damals die Grünen (33,2 Prozent) in der einstigen CDU-Hochburg (32,4 Prozent) als Sieger durchs Ziel. Diesmal ist der Abstand deutlicher geworden. Die CDU hatte zwar mit dem ehemaligen Ortsvorsteher Martin Engels als Spitzenkandidat auf einen Stimmungswechsel gehofft. Genutzt hat das aber nichts. Die Grünen (34,2 Prozent) mit Ortsvorsteherin Anja Lipschik werden wieder vier Sitze bekommen, einen mehr als CDU (28,1 Prozent) und SPD (25,7 Prozent).

Bereits zum zweiten Mal in Folge ist die Unterneustadt der politisch grünste Stadtteil Kassels (50 Prozent). Vor fünf Jahren lag man noch knapp vor dem Vorderen Westen, jetzt ist der Abstand gewachsen.

Ungewöhnlich ist auch das Ergebnis in Rothenditmold. Hier tritt das linke Wahlbündnis AUF gegen die etablierten Parteien an. Die Gruppierung um den Spitzenkandidaten Hans Roth hat ihr Ergebnis nahezu verdoppelt und kommt jetzt auf 28,7 Prozent. Damit liegt man nur noch knapp hinter der SPD (33,7 Prozent).

Nicht so spektakulär ist das Ergebnis einer weiteren Gruppierung, die nur für den Ortsbeirat antritt. Im kleinsten Kasseler Stadtteil erreichten die Überparteilichen Ortsbeiräte Nordshausen (ÜON) 13,8 Prozent und damit einen Sitz.

Welche Personen in den Ortsbeiräten sitzen, erfahren Sie hier.

Gleich aus zwei Gründen sind die Wahlergebnisse im Forstfeld auffällig. Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung holte hier die AfD mit 21, 7 Prozent ihr bestes Ergebnis. Bei den Wahlen zum Ortsbeirat - ohne AfD-Beteiligung - schafft hier die SPD 67,3 Prozent (Stadtverordnetenversammlung (37,2 Prozent). Ähnlich ist die Tendenz in Waldau.

Einen Achtungserfolg erreichten die Freien Wähler im Stadtteil des Spitzenkandidaten Bernd Hoppe. In Harleshausen kam man auf 9,6 Prozent und einen Sitz im Stadtteilgremium. In Niederzwehren hat das Gerhard Rinder für die Freien Wähler knapp verpasst. Der ehemalige CDU-Vertreter, der im Streit mit der Parteispitze gegangen war, holte zwar mehr Einzelstimmen als die CDU-Kandidaten. Für einen Sitz im Ortsbeirat reichte es aber nicht.

Überblick über die Ortsbeiratsergebnisse

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.