Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

NDR-Wahlarena: Spitzenkandidaten beantworten Bürgerfragen

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Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD, l.) und der stellvertretende Ministerpräsident Lorenz Caffier (CDU) in der Wahlarena am Dienstagabend.

Wismar - In elf Tagen steht in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahl an. 120 Bürger durften den Spitzenkandidaten in der NDR-Wahlarena ihre Fragen stellen. Hauptthema der Sendung: die Flüchtlingskrise.

Elf Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind die Spitzenkandidaten von SPD und CDU, Erwin Sellering und Lorenz Caffier, in einem Fernsehduell des NDR aufeinandergetroffen. Wie der NDR mitteilt, wurden Ministerpräsident Sellering und Herausforderer Caffier am Dienstagabend mit kontroversen politischen Themen konfrontiert. Im Alten Hafen in Wismar stellten sich die Spitzenkandidaten der beiden in den Umfragen stärksten Parteienden Fragen von 120 Bürgern.

Unter anderem über die AfD in Deutschland diskutiert. Norbert Wienke aus Parchim fragte, welche Fehler die etablierten Parteien gemacht haben, dass die AfD einen so großen Zulauf im Land bekommen konnte. Sellering erklärte, die Flüchtlingskrise habe großes Protestpotenzial befördert.

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Nun gelte es, die 19 Prozent, die laut einer Umfrage die AfD wählen wollen, davon zu überzeugen, dass sie ihre Stimme damit verschenken, so Sellering. Sein Konkurrent Caffier entgegnete, es sei nicht gelungen, Antworten auf die Fragen der Bürger zu geben. Zudem ist er der Meinung, man habe versucht, die AfD zu stigmatisieren, anstatt sich mit der Partei auseinanderzusetzen.

Etwa jeder dritte Bürger in Mecklenburg-Vorpommern will seine Wahlentscheidung vom Thema Flüchtlingspolitik abhängig machen. Deshalb war die Flüchtlingsdebatte Hauptthema der Wahlarena. Besonders interessierte die Bürger, wie es um den Willen der Asylsuchenden stehe, in ihre Länder zurückzukehren. Auch das Thema Familienzusammenführung interessierte einige Anwesende.

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Sellering und Caffier waren sich einig, dass sich Deutschland auf die Integration derer konzentrieren müsse, die tatsächlich im Land bleiben dürfen. "Diejenigen, die keine Anerkennung erfahren, müssen zurückkehren", sagte Sellering. "Das müssen wir ihnen sehr schnell sagen." Ein solches Signal habe auch positive Wirkung auf diejenigen, die sich überlegen, nach Deutschland zu kommen. Caffier betonte, man müsse zwischen Flüchtlingen, die aus berechtigten Asylgründen, und solchen, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen, unterscheiden.

Im Vorfeld hatte der Spitzenkandidat der Linken, Helmut Holter, kritisiert, dass NDR lediglich die Spitzenkandidaten von CDU und SPD zur Sendung eingeladen hatten. „Für mich stellt sich die Frage, ob der NDR damit in ausreichendem Maße seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag gerecht wird“, sagte Holter am Montag in Schwerin. Der NDR begründete die Entscheidung damit, dass Sellering und Caffier laut Wahlumfragen die größten Chancen bei der Wahl eingeräumt würden.

mm

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