"Brauchen und wollen die A 44"

Gericht entscheidet über Weiterbau der Autobahn 44

Leipzig. Etwa 100 Menschen aus Nordhessen demonstrierten am Mittwoch vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Sie setzen sich für den Weiterbau der Autobahn A44 zwischen Kassel und Eisenach ein.

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Mitgebracht haben die Demonstranten, die mit zwei Reisebussen aus dem Werra-Meißner-Kreis nach Sachsen gefahren sind, große Transparente. Darauf ist zu lesen: "Wir Menschen im Werra-Meißner-Kreis brauchen und wollen die A44."

Ab zehn Uhr verhandelt das Bundesverwaltungsgericht über einen wichtigen Abschnitt der Autobahn. Es geht um das Teilstück zwischen Waldkappel und Hoheneiche. Geklagt hat die Umweltschutzorganisation BUND. Sie bemängelt vor allem, dass vor den anstehenden Bauarbeiten nicht ein Ersatzgebiet für Kamm-Molche und Gelbbauchunken (eine Krötenart) geschaffen worden sei. Und auch sonst sei gegen das Naturschutzrecht bei der Planung des Abschnitts verstoßen worden.

Der Bürgermeister von Hessisch Lichtenau, Jürgen Herwig, weist dagegen darauf hin, dass entlang der A44 bereits ein großes Ersatzgebiet für Gelbbauchunken geschaffen worden sei. Die Verhandlung vor dem höchsten deutschen Verwaltungsgericht wird sich den ganzen Tag hinziehen. Ob ein Urteil verkündet wird, ist unklar. Möglicherweise wird der Prozess morgen fortgesetzt. (tho)

Fotos: Gerichtstermin zum A44-Weiterbau am Bundesverwaltungsgericht Leipzig

Gerichtstermin zum A44-Weiterbau am Bundesverwaltungsgericht Leipzig

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