Besuch in Bagdad

Von der Leyen: Der IS ist im Irak „empfindlich geschlagen“

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Ursula von der Leyen auf dem Weg in den Irak.

Bagdad - Vor zwei Jahren brachte die Terrormiliz IS die nordirakische Millionenstadt Mossul in ihre Gewalt. Inzwischen sind die Terroristen in der Region auf dem Rückzug.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den bisherigen Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat im Irak als Erfolg gewertet. „Inzwischen ist er (der IS) doch empfindlich geschlagen und zurückgedrängt weitestgehend auf den Großraum Mossul“, sagte von der Leyen auf dem Weg in die irakische Hauptstadt Bagdad, wo sie am Donnerstag politische Gespräche führen will. Diese Entwicklung zeige, dass die Strategie der Bundesregierung richtig war, einheimische Kämpfer mit Waffen und Ausbildung zu unterstützen.

Es sei auch entscheidend gewesen, unmittelbar nach der Rückeroberung der vom IS besetzten Gebiete mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Von der Leyen will nach ihren Gesprächen in Bagdad am Freitag die 140 im nordirakischen Erbil stationierten deutschen Soldaten besuchen. Die Bundeswehr hat dort seit Januar 2015 mehr als 10 000 Kämpfer der kurdischen Peschmerga-Armee sowie zweier religiöser Minderheiten - Jesiden und Kakai - ausgebildet.

Von der Leyen betonte, dass die deutsche Unterstützung für den Kampf gegen den IS nicht auf die kurdischen Gebiete im Nordirak beschränkt sei. „Wir unterstützen den gesamten Irak“, betonte sie. Die Bundesregierung hat auch militärische Ausrüstung an die Zentralregierung in Bagdad geliefert, aber keine Waffen.

Die irakischen Streitkräfte bereiten sich derzeit auf die Rückeroberung der Millionenstadt Mossul vor, die der IS vor zwei Jahren in seine Gewalt gebracht hat. Die Operation kann nach Schätzung von Militärexperten Monate dauern. Die Vereinten Nationen rechnen mit bis zu einer Million Flüchtlinge aus Mossul.

dpa

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