Maaßen: Anschlagsgefahr in Deutschland unverändert hoch

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Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Berlin (dpa) - Die Gefahr eines Terroranschlagen in Deutschland ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes unverändert hoch.

"Der IS ist bestrebt, auch bei uns Anschläge zu begehen, wenn er die Möglichkeit dazu hat", sagte Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, dem rbb Inforadio. Deutschland sei genauso gefährdet wie Frankreich oder Belgien. "Die Gefahrenlage sehen wir als sehr ernst an. Sie hat in den vergangenen Monaten in ganz Westeuropa zugenommen."

An diesem Montag findet in Berlin ein Symposium des Bundesamtes für Verfassungsschutz zur Terrormiliz Islamischer Staat statt. Vertreter von Geheimdiensten und Polizeibehörden wollen über die globale Bedrohung, die Gefährdungslage in Deutschland und die Terrorabwehr diskutieren.

Mittlerweile seien mehr als 800 Personen aus Deutschland in die Kampfgebiete in Syrien ausgereist, sagte Maaßen. 260 von ihnen seien zurückgekehrt. Diese Personen sehe man als durchaus gefährlich an.

"Jetzt haben wir ein Szenario mit vielen möglichen Attentätern, die in Deutschland angreifen könnten: der Einzeltäter, das sogenannte Hit-Team, also Personen mit einem Auftrag, die vom IS zu uns geschickt werden, radikalisierte Personen in Deutschland und Einzelgruppen." Derzeit habe man allerdings keine Hinweise auf terroristische Zellen in Deutschland, die eine Gefahr darstellen könnten.

Bundesamt für Verfassungsschutz zum islamistischen Terrorismus

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