K+S muss Salzabwasser-Rohr zur Weser eindampfen

Kassel. Im Februar hat das Regierungspräsidium Kassel das Raumordnungsverfahren (ROV) zum Bau einer Salzabwasser-Leitung vom Werra-Kalirevier direkt zur Oberweser ausgesetzt. Nun läuft es wieder an. Der K+S-Konzern muss das hoch umstrittene Rohr allerdings deutlich kleiner planen.

Der Grund: Während K+S in ersten Plänen noch bis zu 5,5 Mio. Kubikmeter Abwasser jährlich durch die Pipeline ableiten wollte, haben die Flussanliegerländer die Menge radikal auf maximal 800 000 m3 gekürzt. Folge: „K+S wird seine Unterlagen ergänzen“, hieß es gestern aus Hessens Umweltministerium. Damit würden Alt-Anträge wesentlich geändert - und deshalb erneut öffentlich ausgelegt. Über Termine wird noch nicht geredet.

Mit dem Weserrohr will K+S sich einen neuen Entsorgungsweg schaffen, der das kommende Aus für die Kali-Abwasserversenkung im Untergrund wenigstens teilweise ausgleicht. Ob die 800 000 m3 dafür reichen, ist offen. Im mühsam ausgehandelten Beschlusspaket der Anliegerländer zur Bewirtschaftung von Werra und Weser bis 2021 steht das Oberweserrohr zudem auf einer langen Liste von Abfallvermeidungs-Vorschlägen für K+S nur noch weit hinten. Ob es überhaupt nötig ist, wollen die Länder erst 2018 entscheiden. Eine Trasse suchen darf man trotzdem schon mal.

K+S-Vorstandschef Norbert Steiner hat im April Klage gegen das Länderpaket angekündigt. Weitere Details dazu oder zur Antragsnachbesserung gab es dort gestern nicht.

Rubriklistenbild: © picture allian ce / dpa

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