Nach Orlando-Attentat

Trump vs. Obama: Kampf um die Waffengesetze

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Donald Trump 

Washington - Wie wird es weiter mit dem Waffenverkauf in den USA aussehen? Barack Obama will die Gesetze verschärfen. Trump argumentiert hingegen mit dem Orlando-Attentat.

Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Donald Trump, hätte es „schön“ gefunden, wenn einer der Clubbesucher in Orlando den Angreifer Omar Mateen erschossen hätte. In einer Wahlkampfrede in Woodlands (Bundesstaat Texas) am Freitag gab Trump - ähnlich wie nach den Anschlägen von Paris und Brüssel - zu verstehen, dass in Orlando weniger Blut geflossen wäre, hätten Besucher in dem Schwulenclub Waffen getragen.

„Wenn wir Menschen gehabt hätten, die Kugeln in die umgekehrte Richtung geschickt hätten, - genau richtig zwischen die Augen dieses Wahnsinnigen (...), Boom, Boom, wisst Ihr was? Das wäre ein schöner, schöner Anblick gewesen (...)“, sagte Trump.

Obama: Laxe Waffengesetze "skrupellos"

Mit scharfen Worten hat US-Präsident Barack Obama einmal mehr die laxen Waffengesetze in seinem Land gebrandmarkt: Der leichte Zugang zu Sturmgewehren sei "skrupellos", sagte Obama am Samstag, eine Woche nach dem Massaker in einem Schwulenclub in Orlando. "Dass wir als Land nichts unternehmen, den nächsten Kummer zu vermeiden, während wir die Eltern um ihre Kinder trauern sehen, ergibt keinen Sinn."

Der 29-jährige Amokschütze von Orlando, Omar Mateen, hatte am vergangenen Sonntag im "Pulse" das Feuer eröffnet. Es gab 49 Todesopfer, 53 weitere Menschen wurden verletzt. Es war das verheerendste Blutbad eines Einzeltäters in der Geschichte der USA. Mateen, ein in New York geborener Muslim mit afghanischen Eltern, wurde von der Polizei getötet.

Hart gegen Terrorismus vorzugehen, besonders gegen den Terrorismus aus dem eigenen Land, bedeute, den Menschen, die US-Bürger töten wollten, den Zugang zu schweren Waffen zu erschweren, sagte Obama in seiner wöchentlichen Radioansprache. Es sei "skrupellos", den Zugang selbst zu Kriegswaffen nicht einzuschränken, so dass diese in Schulen, Gebetshäusern, Kinos oder Nachtclubs eingesetzt werden könnten.

Obama hat schon häufig versucht, die Waffengesetze in den USA zu verschärfen, scheiterte bislang aber immer am Widerstand der Republikaner im US-Kongress.

dpa

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