Parlamentspräsident

Nach Rückzug: Lammert lässt Bundespräsidenten-Kandidatur offen

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"Ich denke, es ist nun Zeit für einen Wechsel, zumal auch ich nicht immer jünger werde", sagt Lammert.

Berlin - Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat offengelassen, ob sich mit seinem angekündigten Rückzug aus der aktiven Politik auch eine mögliche Kandidatur als Bundespräsident erledigt hat.

„Das, was ich erklärt habe, habe ich erklärt, und dem ist nichts hinzuzufügen“, sagte Lammert am Dienstag in Berlin.

Der Parlamentspräsident hatte am Vortag angekündigt, er werde bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2017 nicht wieder kandidieren. In der Debatte über die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck war Lammert als potenzieller Kandidat gehandelt worden. Zwar hat er sich als Parlamentschef seit 2005 überparteilich Ansehen erarbeitet, doch es galt bislang als unwahrscheinlich, dass ihn die SPD oder die Grünen mit zum Staatsoberhaupt wählen.

Die Unionsfraktion im Bundestag hat den angekündigten Rückzug von Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) aus der aktiven Politik bedauert. Das Ausscheiden eines solchen hoch anerkannten Politikers sei "immer ein herber Verlust für uns", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer (CDU).

Ob die Entscheidung Lammerts auch bedeute, dass der 67-Jährige nicht mehr als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten in Frage komme, ließ Grosse-Brömer offen. Dazu müsse Lammert selbst befragt werden.

Der Bundestagspräsident hatte am Vortag in einem Schreiben an seinen CDU-Kreisverband Bochum angekündigt, er werde bei der nächsten Bundestagswahl im kommenden Herbst nicht wieder kandidieren. Am Ende dieser Legislaturperiode gehöre er dem Bundestag 37 Jahre an. "Ich denke, es ist nun Zeit für einen Wechsel, zumal auch ich nicht immer jünger werde", schrieb Lammert. Grosse-Brömer sagte, er sei vorab nicht von Lammert über dessen Entscheidung informiert worden.

Lammert war in der Debatte über die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck wiederholt als potenzieller Kandidat genannt worden. Zwar hat er sich als Parlamentschef seit 2005 überparteilich Ansehen erarbeitet, doch es galt als unwahrscheinlich, dass ihn die SPD oder die Grünen mit zum Staatsoberhaupt wählen.

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