Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern

Nach miesen Umfragewerten: CDU teilt gegen AfD aus

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Der Spitzenkandidat der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, grüßt seine Unterstützer. Im Hintergrund: AfD-Vorsitzende Frauke Petry.

Berlin - Bei der CDU schrillen wegen miserabler Umfragewerte in Mecklenburg-Vorpommern die Alarmglocken. Nun gilt es das Schlimmste zu verhindern.

Angesichts eines sich abzeichnenden Wahldebakels in Mecklenburg-Vorpommern verschärft die CDU ihren Ton gegenüber der AfD. Kanzlerin Angela Merkel rief die Bürger im Nordosten mit Blick auf die Rechtspopulisten zu einer hohen Wahlbeteiligung am kommenden Sonntag auf. "Je mehr Menschen wählen gehen, umso geringer ist der Anteil bestimmter Parteien, die aus meiner Sicht keine Antwort auf die Probleme geben und sich im Protest erschöpfen - oft auch mit Hass gepaart", sagte die CDU-Vorsitzende dem Rundfunksender NDR Info.

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Insa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Cicero" käme die CDU bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern nur auf 20 Prozent - die AfD hingegen auf 23 Prozent. Vorne läge die SPD von Ministerpräsident Erwin Sellering mit 28 Prozent. Bei der Landtagswahl 2011 hatte die CDU mit 23 Prozent bereits ihr bislang schlechtestes Ergebnis in dem Bundesland erzielt.

Trotz solcher Umfragewerte rechnet die Union weiterhin damit, im Nordosten nicht von der AfD überholt zu werden. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU), sagte am Donnerstag in Berlin: "Die AfD ist keine bürgerliche Partei, sondern eine reine Protestpartei." 

AfD schließt Zusammenarbeit mit NPD nicht aus

Auch der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff, rief zu einem scharfen Abgrenzungskurs gegenüber der AfD auf. "Wir müssen die Rechtspopulisten entzaubern, die mit ihrem Nationalismus den Zusammenhalt und Wohlstand in Deutschland gefährden." Wenn die AfD im Nordosten eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen NPD nicht mehr ausschließe, sei jede Grenze überschritten, warnte Wulff als Sprecher der CDU-Senioren. Gerade Ältere, die die Katastrophe des Dritten Reichs erlebt hätten, seien gefordert, die Risiken einer nationalistischen Politik mutig anzusprechen.

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen befürwortet eine punktuelle Zusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern, "wenn die NPD vernünftige Vorschläge macht". Ähnlich äußerte sich der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Leif-Erik Holm.

dpa

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