Nach Morddrohungen

Van der Bellen bekommt Polizeischutz

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Er hat eine Morddrohung bekommen: Alexander Van der Bellen steht unter Polizeischutz.

Wien - Der österreichische Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen hat eine Morddrohung aus Neonazi-Kreisen bekommen. Nun bekommt er Polizeischutz.

Update vom 4. Dezember 2016: Van der Bellen oder Hofer? Wir berichten im Live-Ticker von der Bundespräsidentenwahl in Österreich. Wir zeigen und erklären die letzten Umfragen und Prognosen vor der Österreich-Wahl. Außerdem erklären wir, wann es die ersten Ergebnisse gibt. Und: Wir haben zusammengefasst, wie Sie die Berichte zur Österreich-Wahl heute live im TV und im Live-Stream sehen können.

Nach einer Morddrohung aus Neonazi-Kreisen wird der österreichische Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen künftig von einer Spezialeinheit der Polizei bewacht. Bis zu drei bewaffnete Männer schützen den 72-jährigen ehemaligen Chef der Grünen nun bei allen Wegen außerhalb seiner Wohnung, wie sein Sprecher Reinhard Pickl-Herk am Mittwoch bestätigte. Der Wahlkampf des Wirtschaftsprofessors solle aber unverändert weitergehen. Zuerst hatte die Wiener Tageszeitung „Kurier“ darüber berichtet.

Anfeindungen werden immer massiver

Ein Mann hatte via Kurznachrichtendienst Twitter gedroht, Van der Bellen erschießen zu wollen. Sein eigenes Foto zeigt ihn mit einem Hakenkreuz-Tattoo auf der Brust. Unter dem Profil sind noch zahlreiche weitere rechtsradikale Einträge zu sehen. Außerdem gab es eine zweite Drohung: Eine Bildmontage zeigt Van der Bellen mit zahlreichen Messern im Köper. Anfeindungen auf rechtsextremen Seiten sind nach Angaben seines Wahlkampfteams zuletzt immer massiver geäußert worden.

Die Wiederholung der Stichwahl zum Bundespräsidenten wird am 4. Dezember stattfinden. Van der Bellen tritt gegen den Kandidaten der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, an. Im Mai hatte Van der Bellen knapp gesiegt, das Ergebnis der Wahl war aber wegen zahlreicher Formfehler aufgehoben worden. Der Termin der Wiederholungswahl musste wegen Problemen bei den Wahlkarten nochmals verschoben werden.

dpa

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