AfD zum ersten Mal unter den beteiligten Parteien

Niedersachsen: Wahlbeteiligung bei Kommunalwahl stabil

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Kommunalwahlen in Niedersachsen.

Hannover - Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen haben ungefähr so viele Bürger ihre Stimme abgegeben wie vor fünf Jahren. Das landesweite Ergebnis steht am Montag fest.

Nach Schließung der Wahllokale am Sonntag teilte die Landeswahlleitung in Hannover mit, dass sich eine zumindest gleich hohe Wahlbeteiligung wie 2011 abzeichne. Um 16.30 Uhr habe die Beteiligung wie vor fünf Jahren bei 44,3 Prozent gelegen.

In Niedersachsen waren knapp 6,5 Millionen Bürger aufgerufen, über die Zusammensetzung von mehr als 2000 kommunalen Vertretungen wie Stadt- und Gemeinderäten sowie in 37 Kommunen auch über die Landräte oder Bürgermeister zu entscheiden. Lediglich in Celle wurde auch über den Oberbürgermeister abgestimmt. Der 2011 erstmals gewählte Amtsinhaber Dirk-Ulrich Mende von der SPD wollte dort sein Amt gegen den CDU-Herausforderer Jörg Nigge verteidigen.

AfD zum ersten Mal unter den 25 an der Wahl beteiligten Parteien

Unter den 25 an der Wahl beteiligten Parteien ist zum ersten Mal bei einer niedersächsischen Kommunalwahl auch die AfD. Führende AfD-Politiker wie Frauke Petry, Alexander Gauland oder Björn Höcke schalteten sich in den Kommunalwahlkampf ein und sprachen auf den Abschlusskundgebungen. Sie versuchten dabei erneut, mit dem Thema Flüchtlingspolitik zu punkten.

Bei der Kommunalwahl 2011 war die CDU mit landesweit 37 Prozent zwar stärkste Partei geworden, sie hatte nach deutlichen Verlusten aber ihr schlechtestes Ergebnis seit über 40 Jahren geholt. Die SPD hatte mit 34,9 Prozent sogar ihr schlechtestes Kommunalwahlergebnis seit fast 60 Jahren erzielt. Größter Wahlgewinner vor fünf Jahren waren die Grünen, die ein Landesergebnis von 14,3 Prozent holten.

Landesweite Ergebnis am Montag

Die Wahl fand eine Woche nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt, bei der die AfD vor der CDU auf dem zweiten Platz nach der SPD landete. Am kommenden Sonntag wird das Abgeordnetenhaus in Berlin neu gewählt.

AFP

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