Mehrere Tausend demonstrieren in Dortmund gegen Rechts

+
An einem bürgerlichen Protestmarsch beteiligten sich rund 2500 Menschen. Foto: Roland Weihrauch

Im Umfeld einer Rechten-Demo in Dortmund verletzen Linksautonome drei Polizisten. Die hatte fast 5000 Beamte aus ganz Deutschland zusammengeholt, um ein Aufeinandertreffen zwischen gewaltbereiten Linken und Rechten zu verhindern.

Dortmund (dpa) - In Dortmund haben mehrere tausend Menschen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten demonstriert. Bei Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei wurden drei Beamte verletzt, einer von ihnen durch einen Flaschenwurf.

Rund 900 Neonazis nahmen am Aufmarsch teil. An einem bürgerlichen Protestmarsch beteiligten sich rund 2500 Menschen. Weitere rund 2500 teils gewaltbereite Linksautonome waren in der Stadt unterwegs. Die Polizei, die fast 5000 Beamte im Einsatz hatte, setzte bei Auseinandersetzungen auch Reizgas ein.

Zeitweise hatten linke Demonstranten zwei Bahnsteige eines Dortmunder Bahnhofs besetzt. Sie wurden abgeführt. Der Nahverkehr musste aus Sicherheitsgründen für mehr als eine Stunde unterbrochen werden.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vertreten. Knapp 3700 Beamte mehrerer Landespolizeien waren im Einsatz. Hinzu kamen weitere rund 1000 Polizisten des Bundes, die an den Bahnhöfen für Sicherheit sorgten.

Veranstalter der größten Demonstration war der Arbeitskreis Dortmund gegen Rechtsextremismus, in dem unter anderem die Stadt, die Kirchen und Gewerkschaften vertreten sind. "Wir sind eine weltoffene und solidarische Stadt. Die Braunen gehören auf den Müllhaufen der Geschichte", sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) bei einer Kundgebung.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.