Menschenrechtler besorgt

Referendum über Verbot von Homo-Ehe in der Slowakei

Bratislava - Die Slowaken haben am Samstag in einem symbolischen Referendum über ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe abgestimmt.

 Bei der von einer konservativen Vereinigung initiierten Abstimmung sollten die Wahlberechtigten zugleich entscheiden, ob homosexuelle Paare Kinder adoptieren können. Eine dritte Referendumsfrage war, ob Eltern durchsetzen dürfen, dass ihr Kind nicht an Sexualkunde-Unterricht oder Schulstunden zur Sterbehilfe teilnehmen muss.

Zwar ist das Referendum nur von symbolischem Wert, weil eingetragene Partnerschaften oder Ehen homosexueller Paare in der Slowakei ohnehin nicht erlaubt sind. Im vergangenen Sommer hatte das Parlament den Ehebund bereits als Verbindung "ausschließlich zwischen Mann und Frau" in der Verfassung festschreiben lassen. Aber Menschenrechtler sahen schon im Stattfinden des Referendums einen Beweis für Vorbehalte und einen latenten Hass auf Homosexuelle in dem Balkanstaat. Mehr als 400.000 Menschen hatten im Sommer die Petition für ein Referendum unterschrieben und die Volksabstimmung damit erzwungen.

Allerdings wollte Umfragen zufolge nur jeder dritte Wahlberechtigte am Samstag seine Stimme abgeben. Damit würde das erforderliche Quorum von 50 Prozent verfehlt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.