Russen und Amerikaner weiten Angriffe aus

47 Tote bei Angriff auf IS-Stadt in Syrien

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Eine russische Su-35 hebt zum Einsatz gegen den IS ab (Archivbild).

Damaskus - Die Terrormiliz Islamischer Staat gerät militärisch immer weiter unter Druck. Sowohl Russen als auch Amerikaner weiten ihre Luftangriffe aus. Leidtragende sind aber die Zivilisten.

Bei einem Luftangriff auf eine von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) belagerte Stadt im Osten Syriens sind mindestens 47 Menschen getötet worden. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, sind darunter 31 Zivilisten.

Die Angriffe sind den Aktivisten zufolge am Samstag von syrischen und russischen Flugzeugen geflogen worden und trafen die Stadt Kuria in der Provinz Dair as-Saur, die zum Kerngebiet der Dschihadisten gehört. In der Vergangenheit hat das syrische Militär immer wieder Ziele in der Gegend attackiert, weil die Terrormiliz dort ein Ausbildungslager hat.

Kurden rücken weiter vor

Auch in anderen Teilen Syriens sieht sich der IS derzeit schweren Angriffen ausgesetzt. Im Norden des Landes sind kurdische Truppen am Samstag mit Hilfe amerikanischer Luftangriffe tiefer in die Stadt Manbidsch vorgerückt, wie die Internationale Koalition mitteilte. Die Stadt wird seit 2014 von den Dschihadisten kontrolliert und spielt eine wichtige Rolle für deren Versorgung. Sie liegt in der Nähe der türkischen Grenze und ist ein wichtiger Knotenpunkt, über den die Nachschubrouten des IS laufen.

Während der IS militärisch immer stärker unter Druck gerät, geht er verstärkt gegen die Zivilbevölkerung vor. Zahlreiche Menschen, die aus der umkämpften Stadt fliehen wollten, seien erschossen worden, sagten oppositionsnahe Beobachter. Immer häufiger entführt die Terrormiliz auch Bewohner der Gegend. Allein in den vergangenen Tagen seien mehr als 1000 Menschen entführt worden.

dpa

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