Krieg gegen den IS

Russland verlegt Bomber in den Iran

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Die Bomber des Typs Tu-22M3 können Syrien vom Iran aus besser und schneller erreichen.

Moskau - Russland hat erstmals Langstreckenbomber für den Einsatz im Syrienkrieg in den Iran verlegt.

Die russische Luftwaffe hat am Dienstag erstmals vom Iran aus Luftangriffe auf Ziele in Syrien geflogen. Russische Kampfjets seien vom Stützpunkt Hamedan im Iran gestartet, um die Dschihadstengruppe Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front anzugreifen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Demnach befanden sich die angegriffenen Ziele in den Provinzen Aleppo, Deir Essor und Idlib.

Laut dem Ministerium war es das erste Mal, dass russische Kampfjets vom Iran aus zu Angriffen in Syrien starteten. Bei den Angriffen seien fünf Lager für Waffen und Treibstoff sowie mehrere Ausbildungslager zerstört worden. Außerdem seien drei Kommandozentralen getroffen worden, wobei zahlreiche Kämpfer getötet worden seien. Russland und der Iran stehen im syrischen Bürgerkrieg an der Seite von Machthaber Baschar al-Assad. Sie unterstützen ihren Verbündeten militärisch, finanziell und politisch.

Für die umkämpfte Großstadt Aleppo hatte Moskau vor einigen Tagen eine tägliche dreistündige Feuerpause angekündigt, um die Lieferung von Hilfsgütern für die eingeschlossenen Zivilisten zu ermöglichen. Die Bundesregierung bezeichnete das am Montag als "Zynismus" und forderte Russland auf, auf Assad einzuwirken, damit ungehindert Lebensmittel und medizinische Güter nach Aleppo gelangen könnten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) drang bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow darauf, die Versorgung der Menschen mit humanitärer Hilfe zu ermöglichen.

Russlands Verteidigungsminister Sergej Tschoigu sagte am Montag, die russische und die US-Regierung stünden kurz vor einer Einigung auf eine militärische Zusammenarbeit in Aleppo. Die US-Regierung bestätigte das nicht.

afp

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