Schule entschuldigt sich im "Handschlag-Streit" bei Imam

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Bei einem Elterngespräch hatte ein Imam einer Berliner Lehrerin den Handschlag verweigert und sich dabei auf Religionsfreiheit berufen. Foto: Angelika Warmuth/Symbol

Berlin (dpa) - Im Konflikt zwischen einer Lehrerin und einem strengreligiösen Imam um einen verweigerten Handschlag bei der Begrüßung hat sich die Schule für mögliche Missverständnisse entschuldigt.

Man habe niemanden in seiner "Religionsfreiheit oder Persönlichkeit" verletzen wollen, hieß es in einem Brief an die Rechtsanwältin des Imams, dessen Kinder die Schule derzeit noch besuchen. "Ein solches Missverständnis täte uns wirklich aufrichtig leid."

Ende Mai hatte eine Lehrerin der Schule ein Gespräch mit dem Imam abgebrochen, weil der Mann ihr nicht die Hand gab. Er berief sich auf seine Religionsfreiheit. Die Lehrerin warf ihm Frauenfeindlichkeit und mangelnden Respekt vor. Daraufhin zeigte der strenggläubige Schiit aus der Türkei die Lehrerin an - Berichten zufolge wegen Beleidigung und Verletzung der Religionswürde.

Der "Handschlag-Streit" hatte in Berlin Diskussionen ausgelöst. Unter anderem die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) verteidigte die Lehrerin: "Sie ist Erziehungs- und Respektsperson und zugleich Vertreterin des deutschen Staates. Sie verdient es, dass ihr der Respekt entgegen gebracht wird, der in diesem Land üblich ist."

Unterdessen bestätigte die private Schule, dass die Familie des Imams die Verträge der beiden Kinder gekündigt habe. Der Sender RBB hatte zuerst darüber berichtet.

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