Silvesternacht: Sexualstraftäter legt Rechtsmittel ein

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Der Angeklagte soll zusammen mit einem Iraker eine Frau begrapscht haben. Foto: Thilo Schmülgen/Archiv

Köln (dpa) - Das Verfahren gegen einen der Sexualstraftäter der Kölner Silvesternacht muss neu verhandelt werden. Vor rund zwei Wochen war der 26-Jährige vom Kölner Landgericht wegen Beihilfe zur sexuellen Nötigung und versuchter Nötigung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Nun hat der Anwalt des Algeriers Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt, wie ein Gerichtssprecher sagte. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Da die Staatsanwaltschaft bereits Berufung eingelegt habe, werde das Verfahren "komplett neu verhandelt", erklärte der Sprecher.

Der Angeklagte soll zusammen mit einem 21-jährigen Iraker eine 27-Jährige begrapscht haben. Der Iraker wurde wegen sexueller Nötigung ebenfalls zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Es waren die ersten Verurteilungen wegen eines Sexualdelikts im Zusammenhang mit der Silvesternacht, in der in Köln Frauen massenhaft drangsaliert, ausgeraubt oder sexuell belästigt wurden. Rund 1200 Anzeigen liegen vor, davon rund 500 wegen Sexualstraftaten.

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