Mecklenburg-Vorpommern

SPD im Nordosten will Koalition mit CDU fortsetzen

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Wollen ihre rot-schwarze Koalition fortführen. SPD-Ministerpräsident Erwin Sellering (r) und der Spitzenkandidat der CDU, Lorenz Caffier. Foto: Axel Heimken

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern drückt nach ihrem Wahlsieg bei der Regierungsbildung aufs Tempo. Die Sozialdemokraten wollen eine Fortführung der rot-schwarzen Koalition und nehmen dafür Verhandlungen mit der CDU auf.

Schwerin (dpa) - Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern will das rot-schwarze Regierungsbündnis fortsetzen und Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufnehmen. Das gab SPD-Landeschef und Ministerpräsident Erwin Sellering am Abend in Güstrow bekannt.

"Das Wahlergebnis hat gezeigt, dass die Menschen die positive Koalition fortgesetzt haben wollen", erklärte er. Die SPD hat bereits in den vergangenen zehn Jahren mit der CDU regiert, davor acht Jahre lang mit der Linken. Auch mit den Linken habe es sehr gute Gespräche gegeben, versicherte Sellering. Die Sozialdemokraten hätten sich auch nicht gegen die Linke entschieden, sondern für die CDU.

Eine Verhandlungsgruppe unter Führung Sellerings hatte eine Woche lang Sondierungsgespräche mit CDU und Linken geführt. Beobachter hatten die Fortführung der rot-schwarzen Koalition von vornherein für wahrscheinlich gehalten. Ein rot-schwarzes Bündnis hätte im Landtag mit 42 Sitzen eine solide Mehrheit. Rot-Rot hingegen hätte mit 37 Stimmen nur eine Stimme mehr als mindestens nötig.  

Bei der Landtagswahl am 4. September war die SPD trotz spürbarer Verluste mit 30,6 Prozent erneut stärkste Kraft geworden. CDU und Linke hingegen fuhren ihre bislang schlechtesten Wahlergebnisse ein. Die CDU stürzte auf 19 Prozent ab und ist nur noch dritte Kraft im Parlament hinter der AfD mit 20,8 Prozent. Die Linke fiel auf 13,2 Prozent. Eine Kooperation mit der rechtspopulistischen AfD hatten die anderen Parteien ausgeschlossen.

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